Emirates fliegt vorerst doch nicht vom BER
Die im September angekündigten Langstreckenflüge von Emirates ab dem Hauptstadtflughafen BER stehen vor dem Aus. Fluggesellschaft und Bundesregierung haben die getroffene Vereinbarung offenbar unterschiedlich verstanden. Der Streit droht die geplante Verbindung zu verhindern.
Die geplante Aufnahme von Langstreckenflügen der Fluggesellschaft Emirates ab dem Hauptstadtflughafen BER steht auf der Kippe. Wie aus Kreisen der Beteiligten bekannt wurde, gibt es erhebliche Missverständnisse zwischen dem Unternehmen und der Bundesregierung über den Inhalt der im September geschlossenen Vereinbarung. Beide Seiten interpretieren die getroffenen Absprachen unterschiedlich, was das gesamte Vorhaben infrage stellt.
Im September war die Ankündigung noch auf breite Zustimmung gestoßen. Emirates sollte künftig auch Langstreckenverbindungen vom BER anbieten und damit den Wettbewerb am Berliner Flughafen stärken. Reisende und die Region erhofften sich eine bessere internationale Anbindung. Nun zeigt sich, dass die zugrunde liegende Vereinbarung offenbar nicht eindeutig formuliert war und unterschiedliche Erwartungen geweckt hat.
Die genauen Hintergründe des Streits sind bislang nicht vollständig geklärt. Klar ist jedoch, dass die Fluggesellschaft ihre Pläne vorerst nicht weiterverfolgt. Die Vereinbarung droht zu platzen, sollte keine Einigung erzielt werden. Für den Flughafen BER wäre das ein Rückschlag, da die angekündigte Langstreckenverbindung als wichtiger Schritt für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts galt.
Die Bundesregierung und Emirates stehen nun vor der Aufgabe, die unterschiedlichen Auffassungen auszuräumen. Ob dies gelingt, ist derzeit offen. Der Fall zeigt, wie wichtig präzise Formulierungen bei internationalen Luftverkehrsabkommen sind. Für Passagiere und die Luftfahrtbranche bleibt abzuwarten, ob die Verbindung doch noch zustande kommt oder ob das Projekt vorerst auf Eis gelegt wird.
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