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Nach Sicherheitslücke: Polizei-Services in NRW wieder online, andere Seiten weiter offline

Nach einer vorsorglichen Abschaltung wegen der Schwachstelle «PHP-Shell» sind mehrere Online-Dienste der NRW-Polizei wieder erreichbar. Andere prominente Webseiten in Nordrhein-Westfalen, darunter die der Kölner Verkehrs-Betriebe und der Uniklinik Köln, bleiben am Donnerstag offline.

Nach Sicherheitslücke: Polizei-Services in NRW wieder online, andere Seiten weiter offline
IT-Sicherheitslücke: Services von NRW-Polizei wieder online - andere Seiten nicht

Mehrere Online-Services der Polizei in Nordrhein-Westfalen sind nach einer vorsorglichen Abschaltung wegen einer möglichen IT-Sicherheitslücke wieder erreichbar. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste teilte mit, die Seiten hätten nach intensiven Arbeiten wieder in Betrieb genommen werden können. Der Service stehe den Nutzerinnen und Nutzern damit wieder zur Verfügung.

Andere prominente Webseiten in Nordrhein-Westfalen waren am Donnerstag jedoch weiterhin nicht erreichbar. Betroffen war unter anderem der Internetauftritt der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). Dort hieß es, man hoffe, in Kürze wieder mit allen Inhalten zur Verfügung zu stehen. Die KVB-App funktionierte allerdings. Auch die Webseite des Kreises Düren und die der Uniklinik Köln blieben offline.

Auslöser der Abschaltungen war eine gravierende Schwachstelle mit dem Namen «PHP-Shell», vor der am Mittwoch unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gewarnt hatte. Daraufhin nahmen mehrere Bundesländer, Kommunen, Behörden, Universitäten und Krankenhäuser ihre Webseiten vorsorglich vorübergehend vom Netz. Die Maßnahmen sollten verhindern, dass Angreifer die Lücke ausnutzen, bevor die betroffenen Systeme abgesichert sind.

Die Wiederinbetriebnahme der Polizei-Dienste zeigt, dass die Absicherung an einigen Stellen offenbar bereits abgeschlossen werden konnte. Für die übrigen betroffenen Einrichtungen bleibt die Lage indes angespannt. Die KVB und die Uniklinik Köln gehören zu den prominentesten Beispielen dafür, dass die Folgen der Sicherheitslücke auch am Donnerstag noch spürbar waren. Bürgerinnen und Bürger, die auf die Online-Angebote dieser Stellen angewiesen sind, müssen sich weiter gedulden.

Die Schwachstelle «PHP-Shell» gilt als besonders kritisch, weil sie Angreifern potenziell weitreichende Zugriffe auf betroffene Systeme ermöglichen könnte. Die vorsorgliche Abschaltung zahlreicher Webseiten ist eine Reaktion auf diese Gefahr. Behörden und Einrichtungen prüfen derzeit, ob ihre Systeme betroffen sind und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Das BSI hatte die Warnung am Mittwoch veröffentlicht und damit eine breite Welle von Abschaltungen ausgelöst.

Für die betroffenen Einrichtungen bedeutet die Situation einen erheblichen Aufwand. Neben der technischen Prüfung und Absicherung müssen sie auch die Kommunikation mit den Nutzerinnen und Nutzern bewältigen. Die KVB verwies darauf, dass zumindest die App weiterhin funktioniere, während die Webseite nicht erreichbar sei. Bei der Uniklinik Köln und dem Kreis Düren fehlen bislang öffentliche Angaben dazu, wann die Seiten wieder online gehen sollen.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hatte ihre Dienste als Vorsichtsmaßnahme abgeschaltet. Dass diese nun wieder verfügbar sind, ist ein erstes Zeichen der Entspannung. Ob weitere Einrichtungen in den kommenden Stunden oder Tagen folgen, ist offen. Die Behörden dürften die Lage weiterhin aufmerksam beobachten und die Wiederinbetriebnahme erst dann vornehmen, wenn die Systeme als sicher gelten.

Die Sicherheitslücke macht einmal mehr deutlich, wie abhängig Verwaltung, Verkehrsbetriebe und Gesundheitseinrichtungen von funktionierenden Online-Angeboten sind. Gleichzeitig zeigt die Reaktion, dass Behörden und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen auf die Warnung des BSI schnell reagiert haben. Die vollständige Wiederherstellung aller Dienste dürfte jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.