Google-Speicher voll: So lässt sich mit wenigen Klicks wieder Platz schaffen
Google-Nutzer erhalten bei vollem Speicher eine Warnung, dass Dienste bald eingeschränkt werden. Eine Aufräum-Webseite von Google hilft, große Anhänge, Videos und Fotos zu identifizieren und gezielt zu löschen.
Wer viele E-Mails empfängt und Fotos in der Cloud speichert, kennt die Warnung: Der Google-Speicher ist fast voll, einzelne Dienste werden bald eingeschränkt. Google stellt zwar 15 Gigabyte kostenlos zur Verfügung, doch dieser Speicher gilt über alle Dienste hinweg – also für Gmail, Google Drive und Google Fotos gemeinsam. Die Folge: Neue E-Mails können unter Umständen nicht mehr ankommen, und auch andere Funktionen sind betroffen.
Die einfachste Lösung bietet Google selbst an: der Wechsel in einen kostenpflichtigen Speicherplan. Für 1,99 Euro im Monat erhöht sich der Speicher von 15 auf 100 Gigabyte. Wer diese Ausgabe vermeiden möchte, kann stattdessen den vorhandenen Speicher aufräumen. Dafür hat Google eine eigene Webseite eingerichtet, auf der sich die größten Speicherfresser identifizieren und gezielt entfernen lassen.
Nach dem Einloggen in den Google-Account zeigt die Seite zunächst an, wie viel Speicher bereits belegt ist. Darunter erscheint in der Regel ein zeitlich begrenztes Upgrade-Angebot. Entscheidend ist jedoch der Bereich «Vorgeschlagene Dateien und Inhalte bereinigen». Hier listet Google mehrere Kategorien auf, die schnell Platz freigeben können – etwa E-Mails mit großen Anhängen oder besonders große Videodateien. Auch Spam-Mails werden angeboten, machen aber meist nur wenige Megabyte aus.
Nutzer müssen sich nicht blind auf Googles Vorschläge verlassen. Ein Klick auf «Prüfen» bei einer der Optionen öffnet eine detaillierte Auswahl der betreffenden Dateien. Dort lässt sich genau festlegen, welche E-Mail gelöscht und welche behalten werden soll. Ein Versicherungsvertrag dürfte eher erhalten bleiben, eine Einladung zum Schulfest aus dem Jahr 2018 dagegen verzichtbar sein. Selbst bei vorsichtiger Auswahl lassen sich bei langjährig genutzten Mailkonten schnell ein bis mehrere Gigabyte einsparen.
Ein besonders großer Speicherfresser ist Google Fotos. In der Aufräumansicht zeigt der Dienst nicht die gesamte Fotodatenbank, sondern eine Vorauswahl: zum einen besonders große Bilder und Videos mit hohem Einsparpotenzial, zum anderen Videodateien, die mit dem Cloud-Dienst gar nicht kompatibel sind und dort daher nicht sinnvoll gespeichert werden sollten. In der Vorschau lässt sich durchsortieren, welche Aufnahmen erhalten bleiben und welche aus Platzgründen in den Papierkorb wandern.
Auch Google Drive kann erheblich zum vollen Speicher beitragen. Dort werden unter anderem Datensicherungen von WhatsApp angezeigt, die schnell mehrere Gigabyte, in Extremfällen sogar Dutzende Gigabyte groß werden. Die beste Lösung ist in diesem Fall, nicht Google, sondern WhatsApp selbst aufzuräumen. Der Vorteil: Auch auf dem Smartphone wird dadurch mehr Speicher frei. Wie sich der Messenger verkleinern lässt, erklärt Google in einem eigenen Hilfebereich.
Die Aufräum-Webseite von Google bietet damit einen zentralen Anlaufpunkt für alle drei Dienste. Nutzer können nacheinander Gmail, Google Drive und Google Fotos durchgehen und jeweils die größten Dateien entfernen. Das ist weniger kompliziert, als es zunächst klingt, und erspart vielen die monatlichen Kosten für ein Speicherabonnement. Wer dennoch regelmäßig an die Grenzen stößt, kann jederzeit auf den kostenpflichtigen Plan wechseln.
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