Google-Cloud-Ausfall führt zu Störungen bei Banken und Webseiten in Europa
Ein Ausfall der Cloud-Dienste von Google hat in Europa technische Störungen verursacht. Betroffen waren unter anderem Bank-Apps wie ING und Revolut sowie Webseiten und Unternehmensdienste. Google arbeitet an der Behebung, Ursache und Ausmaß sind noch unklar.
Ein großflächiger Ausfall der Cloud-Dienste des US-Unternehmens Google hat in Europa zu technischen Störungen geführt. Betroffen waren nach Angaben mehrerer Medien insbesondere Bank-Apps und Online-Dienste von Finanzinstituten. Zu den betroffenen Anbietern zählen die ING und der britische Fintech-Konzern Revolut. Kundinnen und Kunden konnten zeitweise nicht auf ihre Konten zugreifen oder Überweisungen ausführen.
Der Ausfall beschränkte sich jedoch nicht auf den Finanzsektor. Auch Webseiten und Unternehmensdienste kämpften mit Störungen, wie das Handelsblatt berichtet. Die Auswirkungen waren in mehreren europäischen Ländern spürbar. Google bestätigte den Vorfall und erklärte, an der Behebung zu arbeiten. Zur genauen Ursache und zum vollständigen Ausmaß machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.
Cloud-Dienste wie Google Cloud bilden die technische Grundlage für zahlreiche Anwendungen und Plattformen. Banken, Onlinehändler und andere Unternehmen lagern ihre Daten und Rechenprozesse zunehmend bei großen Anbietern aus. Fällt ein solcher Dienst aus, können die Folgen weit über den eigentlichen Anbieter hinausreichen. Die aktuelle Störung zeigt, wie stark der Betrieb digitaler Dienste von wenigen großen Cloud-Anbietern abhängt.
Für die betroffenen Banken bedeutet der Ausfall einen Reputationsschaden und einen kurzfristigen Verlust an Kundenvertrauen. Die Institute dürften den Vorfall zum Anlass nehmen, ihre Notfallpläne und die Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Anbietern zu überprüfen. Ob und in welchem Umfang regulatorische Konsequenzen folgen, ist noch offen. Die Aufsichtsbehörden in Europa beobachten die Entwicklung.
Google arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Behebung der Störung. Wann die Dienste wieder vollständig zur Verfügung stehen, war zunächst unklar. Auch die Frage, ob es sich um einen technischen Defekt, eine Fehlkonfiguration oder eine andere Ursache handelt, blieb unbeantwortet. Das Unternehmen kündigte an, weitere Informationen zu veröffentlichen, sobald diese vorliegen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Cloud-Ausfällen in den vergangenen Jahren ein. Immer wieder kommt es bei großen Anbietern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud zu Störungen, die zahlreiche Unternehmen und Endnutzer betreffen. Fachleute fordern seit langem, die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu verringern und auf verteilte Systeme zu setzen. Die aktuelle Störung dürfte diese Debatte erneut befeuern.
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