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Deutsche U21 löst EM-Ticket vor Rekordkulisse in Bielefeld

Die deutsche U21-Nationalmannschaft gewinnt 2:0 gegen Georgien und qualifiziert sich als Gruppensieger für die Europameisterschaft in Albanien und Serbien. Vor 20.049 Zuschauern in Bielefeld – der größten Kulisse seit 20 Jahren – ebnet ein Doppelpack von Dzenan Pejcinovic den Weg zum Erfolg.

Deutsche U21 löst EM-Ticket vor Rekordkulisse in Bielefeld
Fußball-Nachwuchs: Deutsche U21 bejubelt EM-Ticket vor großer Kulisse

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat sich vorzeitig für die Fußball-Europameisterschaft in Albanien und Serbien qualifiziert. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Georgien setzte sich das Team von Trainer Antonio Di Salvo mit 2:0 (1:0) durch und beendete die Qualifikation als Gruppensieger vor Griechenland. Vor 20.049 Zuschauern auf der Bielefelder Alm – der größten Kulisse bei einem deutschen U21-Heimspiel seit Oktober 2006 – löste die Mannschaft das Ticket für die Endrunde im kommenden Sommer.

Dzenan Pejcinovic avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner. Bereits in der 10. Minute brachte er sein Team in Führung, als er einen Distanzschuss von Noah Darvich unhaltbar abfälschte. Der Treffer des früheren U17-Weltmeisters Darvich wurde Pejcinovic zugeschrieben, sehr zur Freude von DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig, der auf der Tribüne neben dem künftigen Geschäftsführer Per Mertesacker und Sportdirektor Rudi Völler saß. «Hauptsache ein Adler-Träger – der Rest ist mir egal», sagte Rettig zur Torschützenfrage. Darvich ergänzte mit einem Lächeln: «Als kleiner Junge hat man immer gesagt: Schusskraft zählt. Aber ist in Ordnung. Hauptsache Tor.»

Nach der Pause blieb die Partie lange offen. Die Georgier, die durch Aleko Basiladze bereits in der 4. Minute beinahe in Führung gegangen wären, witterten mehrfach den Ausgleich. Ein Treffer von Joshua Quarshie in der 48. Minute wurde wegen eines vorausgegangenen Fouls nicht anerkannt. Erst in der 69. Minute sorgte Pejcinovic mit seinem zweiten Tor für die endgültige Entscheidung und löste damit sichtbare Erleichterung auf der deutschen Bank aus. «Es war hochverdient, dass wir uns für die Europameisterschaft qualifiziert haben», sagte Di Salvo. «Nach dem schweren Start mit der Niederlage gegen Griechenland mussten wir immer wieder nachlegen. Wir haben es geschafft, wir haben dem Stand gehalten. Dann haben wir gegen Griechenland ein ganz wichtiges Spiel gewonnen. Dann waren wir drei Spiele in der Pole Position. Wir wollten jede Hürde nehmen, wir haben jede Hürde genommen.»

Die Qualifikation war für die deutsche Mannschaft kein Selbstläufer. Nach zwei Siegen in Lettland (4:0) und auf Malta (4:1) hatte das Team einen holprigen Start erwischt und stand früh unter Druck. Der direkte Vergleich mit Griechenland, gegen das man besser abschnitt, sicherte schließlich den Gruppensieg. Die Erleichterung war auch unter den Zuschauern groß, die für eine Atmosphäre sorgten, wie sie die U21 seit zwei Jahrzehnten nicht mehr erlebt hatte. Letztmals waren im Oktober 2006 in Leverkusen mehr Zuschauer (20.800) bei einem Heimspiel der deutschen U21 dabei.

Für Torjäger Nicolo Tresoldi, der diesmal ohne Treffer blieb, geht der Blick bereits voraus. «Es ist schön. Ich habe schon vor zwei Jahren eine EM gespielt. Das war eine super EM», sagte der Angreifer. «Als Stürmer willst du immer treffen. Jetzt habe ich dieses Ziel, den Rekord. Aber wichtig sind die drei Punkte. Ich habe noch Zeit. Zwei Spiele im November, zwei im März plus die EM.» Zwei Tore fehlen Tresoldi noch zu U21-Rekordtorjäger Pierre Littbarski. Neben Tresoldi hätten auch Paris Brunner und weitere U17-Weltmeister von 2023 vor der Pause für einen beruhigenderen Vorsprung sorgen können.

Die Auslosung der EM-Gruppen findet am 26. November in Belgrad statt. Die Endrunde wird vom 16. Juni bis 3. Juli ausgetragen. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp verfolgte das Spiel nicht auf der Bielefelder Alm. Für das Team von Antonio Di Salvo beginnt nach dem gelösten Ticket nun die Vorbereitung auf das Turnier in Albanien und Serbien – mit der Gewissheit, als Gruppensieger und vor großer Kulisse ein Ausrufezeichen gesetzt zu haben.

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Greta Kaufmann

Autor

Gesellschaftsreporterin

Greta Kaufmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.