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Papst Leo XIV. kündigt Lungenoperation an

Papst Leo XIV. hat bei seinem Sonntagsgebet überraschend mitgeteilt, dass bei ihm ein Knoten in der Lunge entdeckt wurde. Der Eingriff soll in den kommenden Tagen erfolgen. Das Kirchenoberhaupt bleibt vorerst im Amt.

Papst Leo XIV. kündigt Lungenoperation an
"Knoten in der Lunge": Papst muss operiert werden

Papst Leo XIV. muss sich in den kommenden Tagen einer Operation an der Lunge unterziehen. Das gab das 71 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag bei seinem wöchentlichen Gebet überraschend selbst bekannt. Bei ihm sei ein «Knoten in der Lunge» entdeckt worden, der sich nach seinen Worten im Anfangsstadium befinde. Der Eingriff soll bereits in den kommenden Tagen stattfinden.

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des traditionellen Sonntagsgebets, das der Papst regelmäßig vom Fenster des Apostolischen Palastes aus spricht. Mit der persönlichen Mitteilung wandte sich Leo XIV. unmittelbar an die Gläubigen und die Öffentlichkeit. Nähere Angaben zur Art des Knotens, zu den genauen Umständen der Entdeckung oder zum geplanten Operationsverfahren machte der Papst zunächst nicht. Auch der Vatikan veröffentlichte bislang keine weiterführenden medizinischen Details.

Was die Diagnose im Einzelnen bedeutet, ist daher vorerst unklar. Medizinisch kann der Begriff «Knoten in der Lunge» unterschiedliche Befunde beschreiben, deren Bedeutung von gutartigen Veränderungen bis zu behandlungsbedürftigen Gewebewucherungen reicht. Eine endgültige Einschätzung ist in der Regel erst nach weiteren Untersuchungen und möglicherweise nach einer Gewebeentnahme möglich. Der Papst selbst sprach von einem Anfangsstadium, was auf eine frühzeitige Entdeckung hindeutet.

Der Zeitpunkt der Operation ist bemerkenswert: Leo XIV. ist erst seit wenigen Monaten im Amt. Er wurde im Mai 2025 zum Nachfolger von Papst Franziskus gewählt und nahm den Namen Leo an. Der gebürtige US-Amerikaner, der zuvor als Robert Francis Prevost bekannt war, leitete vor seiner Wahl das Dikasterium für die Bischöfe. Mit 71 Jahren gilt er als vergleichsweise junges Kirchenoberhaupt, doch die nun anstehende Operation wirft Fragen zur Arbeitsfähigkeit des Papstes in den kommenden Wochen auf.

In der katholischen Kirche ist der Papst nicht nur geistliches Oberhaupt, sondern auch Leiter der römischen Kurie und Souverän des Vatikanstaats. Bei einem längerfristigen Ausfall oder einer eingeschränkten Amtsfähigkeit greifen die bestehenden Regelungen der Kurie. Der Papst bleibt auch während einer medizinischen Behandlung im Amt; eine Vertretung durch einen Stellvertreter ist im Kirchenrecht für derartige Fälle nicht vorgesehen. Wichtige Entscheidungen können jedoch vorübergehend ruhen oder von den zuständigen Behörden der Kurie vorbereitet werden.

Die Ankündigung dürfte weltweit Aufmerksamkeit erregen. Für die rund 1,4 Milliarden Katholiken ist der Gesundheitszustand des Papstes von unmittelbarer Bedeutung, zumal Leo XIV. erst vor kurzem sein Amt angetreten hat und in dieser Zeit bereits Akzente in der Kirchenführung gesetzt hat. Beobachter in Rom und darüber hinaus werden in den kommenden Tagen auf weitere Informationen aus dem Vatikan warten, insbesondere auf den genauen Operationsverlauf und die sich anschließende Genesungsphase.

Ob und in welchem Umfang der Papst seine öffentlichen Termine wahrnehmen kann, ist derzeit offen. In den vergangenen Jahren hatten gesundheitliche Einschränkungen bei früheren Päpsten wiederholt zu Anpassungen im Terminkalender geführt. Leo XIV. selbst hat sich bislang nicht zu möglichen Auswirkungen auf seine Amtsgeschäfte geäußert. Weitere Angaben werden in den kommenden Tagen erwartet.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.