Holzkreuz erschlägt Priester während der Messe in Ecuador
Bei einem Gottesdienst in Ecuador ist ein Priester von einem herabstürzenden Holzkreuz tödlich getroffen worden. Die Messe wurde live im Internet übertragen. Die Kirche bittet die Gläubigen, das Unglück nicht als göttliches Zeichen zu deuten.
Ein Priester ist in Ecuador während der Leitung einer Messe von einem großen Holzkreuz erschlagen worden. Das Kreuz löste sich nach Angaben aus dem Umfeld des Gottesdienstes hinter dem Altar und traf den Geistlichen direkt am Kopf. Die Gemeinde in der Kirche erlebte den Vorfall unmittelbar mit und war schockiert. Die Messe wurde live im Internet übertragen, sodass das Unglück auch online verfolgt werden konnte.
Der Vorfall ereignete sich, während der Priester vor dem Altar stand und die Feier leitete. Nach dem Aufprall des Kreuzes brach die Situation in der Kirche nach Schilderungen von Anwesenden in Bestürzung aus. Rettungskräfte und Vertreter der Kirchengemeinde kümmerten sich um die Gläubigen. Über den genauen Zustand weiterer Beteiligter und über die Identität des Priesters machte die Kirche zunächst keine vollständigen Angaben.
Die Kirchengemeinde reagierte mit einer ausdrücklichen Bitte an die Gläubigen: Das Unglück solle nicht als göttliches Zeichen oder als Strafe gedeutet werden. Damit wandte sich die Kirche gegen Spekulationen, die nach dem Vorfall in sozialen Netzwerken und in der Öffentlichkeit aufgekommen waren. Derartige Deutungen seien unangemessen, hieß es aus Kirchenkreisen. Stattdessen rief die Gemeinde zu Anteilnahme und Gebet für den Verstorbenen auf.
Der Unfall wirft Fragen zur Sicherheit in Gotteshäusern auf. Große Kreuze und andere liturgische Ausstattungsstücke hängen oder stehen in vielen Kirchen über oder nahe dem Altarbereich. Wie es zu dem plötzlichen Lösen des Kreuzes kommen konnte, ist bislang unklar. Die zuständigen Stellen prüfen nach Angaben aus dem Umfeld der Gemeinde, ob eine Befestigung versagt hat oder ob bauliche Mängel vorlagen. Ergebnisse einer Untersuchung lagen zunächst nicht vor.
In Ecuador ist die katholische Kirche tief in der Gesellschaft verankert. Gottesdienste werden vielerorts nicht nur von der örtlichen Gemeinde besucht, sondern zunehmend auch online verbreitet. Die Live-Übertragung der Messe hat dazu geführt, dass der Vorfall eine über die Kirchengemeinde hinausgehende Aufmerksamkeit erhielt. Kirchenvertreter betonten, man wolle die betroffene Gemeinde in dieser schwierigen Situation begleiten und die Gläubigen nicht mit unbeantworteten Fragen allein lassen.
Die Kirche kündigte an, die Gemeinde über weitere Schritte zu informieren. Zunächst stehe die Trauer im Vordergrund. Der Tod des Priesters während der Ausübung seines Amtes hat in der Region Bestürzung ausgelöst. Gläubige legten nach Berichten Blumen und Kerzen vor der Kirche ab. Die Gemeinde bat darum, von Spekulationen über die Ursache des Unglücks abzusehen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.
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