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Midterms 2026: US-Zwischenwahlen am 3. November könnten Mehrheiten im Kongress verschieben

Am 3. November 2026 finden die US-Zwischenwahlen statt. Umfragen deuten auf mögliche Mehrheitsverluste der Republikaner im Repräsentantenhaus und Senat hin – mit Folgen für Donald Trump. Neben dem Kongress stehen 36 Gouverneurswahlen und wichtige Bürgermeisterwahlen an.

Midterms 2026: US-Zwischenwahlen am 3. November könnten Mehrheiten im Kongress verschieben
Midterms: Alle Infos zu den US-Zwischenwahlen – und Bedeutung für Trump

Am 3. November 2026 finden in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen statt, die sogenannten Midterms. Dabei entscheidet sich, welche Partei künftig die Mehrheit im Kongress stellt. Aktuellen Umfragen zufolge könnten die Demokraten den Republikanern sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit abnehmen. Ein solcher Machtwechsel hätte erhebliche Auswirkungen auf die politischen Spielräume von Präsident Donald Trump.

Die Midterms sind Kongresswahlen, die alle zwei Jahre stattfinden – stets zur Halbzeit der vierjährigen Präsidentschaft. Sie gelten als wichtigster Stimmungstest für die Politik des Präsidenten und seine Regierung. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden dabei nicht nur über die Zusammensetzung des Kongresses, sondern auch über zahlreiche Gouverneursämter, Bürgermeisterposten und Parlamente auf Bundesstaatsebene. Die Ergebnisse zeichnen ein relativ genaues Bild der aktuellen politischen Stimmung im Land.

Bei den Midterms wird das gesamte Repräsentantenhaus mit seinen 435 Sitzen neu gewählt. Im Senat stehen in diesem Jahr 35 der 100 Sitze zur Wahl. Derzeit halten die Republikaner 22 dieser Sitze, die Demokraten 13. Laut Umfragen könnten einige Senatssitze an die jeweils andere Partei fallen. Besondere Beachtung findet der Bundesstaat Texas, wo dem Demokraten James Talarico Chancen gegen den Republikaner und Trump-Loyalisten Ken Paxton eingeräumt werden. Auch in anderen republikanischen Hochburgen wie Alaska, Iowa, Kansas, Maine, Michigan, Nebraska, New Hampshire, North Carolina und Ohio könnten demokratische Kandidaten erfolgreich sein.

Zeitgleich finden 36 Gouverneurswahlen statt. Im Fokus stehen Kalifornien, Michigan, Minnesota und Florida. In den drei demokratisch regierten Staaten treten die bekannten Amtsinhaber Gavin Newsom, Gretchen Whitmer und Tim Walz nicht mehr an. In Florida verzichtet der republikanische Gouverneur Ron DeSantis auf eine erneute Kandidatur. Während die Republikaner in den demokratischen Staaten auf einen Wahlsieg hoffen, müssen sie in Florida möglicherweise um einen sicher geglaubten Erfolg bangen.

Auch die Bürgermeisterwahlen stoßen auf großes Interesse. Nachdem der Demokrat Zohran Mamdani bereits im November 2025 die Bürgermeisterwahl in New York für sich entscheiden konnte, richtet sich der Blick nun auf Los Angeles. Dort treten die beiden Demokratinnen Karen Bass und Nithya Raman gegeneinander an, nachdem der Republikaner und ehemalige Reality-Star Spencer Pratt in der Vorwahl gescheitert ist.

Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Kongress sind knapp. Im Repräsentantenhaus halten die Republikaner 219 Sitze, die Demokraten 214. Zwei Sitze sind nach Rücktritten unbesetzt. Im Senat verfügen die Republikaner über eine Mehrheit von 53 zu 47. Allerdings stehen bei den Midterms insgesamt 35 Sitze zur Wahl, darunter 33 reguläre und zwei Sonderwahlen in Florida und Ohio. Diese Sonderwahlen wurden nötig, weil die Senatoren JD Vance und Marco Rubio nach Trumps Amtsantritt in die Regierung wechselten.

Trotz der derzeitigen republikanischen Mehrheiten rechnen viele Experten damit, dass der fortlaufende Iran-Krieg und die anhaltend hohen Lebensmittel- und Benzinpreise die Wahlergebnisse beeinflussen werden. Eine repräsentative Umfrage des Nachrichtenportals Politico zeigt jedoch, dass ein Großteil der befragten US-Amerikaner angibt, ihre Wahlentscheidung werde sich kaum ändern – selbst wenn es zu spürbaren Verbesserungen bei den Preisen und zu einem Ende des Iran-Kriegs käme. Auch das Versprechen der Regierung Trump, jedem US-Bürger 5.000 Dollar zu zahlen, scheint daran nichts zu ändern.

Die Midterms 2026 dürften damit nicht nur über die künftige Zusammensetzung des Kongresses entscheiden, sondern auch über die Handlungsfähigkeit des Präsidenten. Sollten die Demokraten tatsächlich die Mehrheit in beiden Kammern erringen, wären Trumps politische Vorhaben deutlich schwerer umzusetzen. Die Wahl am 3. November wird somit zu einem richtungsweisenden Ereignis für die politische Landschaft der Vereinigten Staaten.

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Greta Kaufmann

Autor

Gesellschaftsreporterin

Greta Kaufmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.