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Midterms 2026: Trump droht Machtverlust im Kongress

Am 3. November 2026 finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Umfragen deuten auf deutliche Verluste für die Republikaner hin – mit Folgen für Donald Trumps politische Agenda.

Midterms 2026: Trump droht Machtverlust im Kongress
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Die US-Zwischenwahlen am 3. November 2026 könnten die Machtverhältnisse im Kongress grundlegend verändern und die politische Handlungsfähigkeit von Präsident Donald Trump erheblich einschränken. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit von den Republikanern übernehmen könnten. Für Trump steht damit viel auf dem Spiel: Ein Machtwechsel im Kongress würde die Umsetzung seiner geplanten Vorhaben deutlich erschweren.

Bei den Midterms wird alle zwei Jahre der Kongress neu gewählt. In diesem Jahr stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus zur Wahl. Im Senat werden 35 der 100 Sitze neu vergeben, davon 33 regulär und zwei als Sonderwahlen in Florida und Ohio. Diese Sonderwahlen wurden nötig, weil die Senatoren JD Vance und Marco Rubio nach Trumps Amtsantritt in die Regierung gewechselt sind. Derzeit halten die Republikaner im Repräsentantenhaus 219 Sitze, die Demokraten 214; zwei Sitze sind nach Rücktritten unbesetzt. Im Senat verfügen die Republikaner über eine Mehrheit von 53 zu 47. Von den 35 zur Wahl stehenden Senatssitzen werden derzeit 22 von Republikanern und 13 von Demokraten gehalten.

Die Zwischenwahlen gelten traditionell als Stimmungstest für die amtierende Regierung und den Präsidenten. Die Ergebnisse spiegeln wider, wie zufrieden die Wähler mit ihren Abgeordneten, Senatoren und Gouverneuren sind – und nicht zuletzt mit dem Präsidenten selbst. In diesem Jahr könnten mehrere Faktoren die Wahlentscheidung beeinflussen: der andauernde Iran-Krieg und die anhaltend hohen Lebensmittel- und Benzinpreise werden von Experten als Belastung für die Republikaner gesehen. Eine repräsentative Umfrage des Nachrichtenportals «Politico» zeigt allerdings, dass ein Großteil der befragten US-Amerikaner angibt, ihre Wahlentscheidung werde sich kaum ändern – selbst wenn es spürbare Verbesserungen bei den Preisen und ein Ende des Iran-Kriegs geben sollte. Auch das Versprechen der Regierung, jedem US-Bürger 5.000 Dollar zukommen zu lassen, scheint daran wenig zu ändern.

Neben den Kongresswahlen finden am 3. November auch 36 Gouverneurswahlen statt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Kalifornien, Michigan, Minnesota und Florida. In den drei demokratisch regierten Staaten treten die bekannten Amtsinhaber Gavin Newsom, Gretchen Whitmer und Tim Walz nicht mehr an; in Florida verzichtet der republikanische Gouverneur Ron DeSantis auf eine erneute Kandidatur. In den demokratischen Staaten rechnen sich die Republikaner Chancen auf einen Sieg aus, während sie in Florida um einen eigentlich sicheren Erfolg bangen müssen. Auch auf kommunaler Ebene wird gewählt: In Los Angeles treten die beiden Demokratinnen Karen Bass und Nithya Raman gegeneinander an, nachdem der Republikaner Spencer Pratt in der Vorwahl gescheitert ist.

Im Senat könnten laut Umfragen mehrere Sitze den Besitzer wechseln. In Texas werden dem Demokraten James Talarico Chancen gegen den republikanischen Trump-Loyalisten Ken Paxton eingeräumt. Auch in Staaten wie Alaska, Iowa, Kansas, Maine, Michigan, Nebraska, New Hampshire, North Carolina und Ohio, die als republikanische Hochburgen gelten, könnten demokratische Kandidaten erfolgreich sein. Sollten die Demokraten tatsächlich beide Kammern erobern, wäre Trumps Gesetzgebungsagenda weitgehend blockiert. Die Midterms 2026 werden damit nicht nur über die Zusammensetzung des Kongresses entscheiden, sondern auch über den politischen Spielraum des Präsidenten in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.