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Midterms 2026: Demokraten hoffen auf Mehrheit im Kongress

Am 3. November 2026 finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Umfragen deuten auf mögliche Mehrheitswechsel im Repräsentantenhaus und Senat hin, was Donald Trumps politische Vorhaben erschweren könnte.

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Am 3. November 2026 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten einen großen Teil des Kongresses neu. Die sogenannten Midterms gelten als wichtiger Stimmungstest für die Politik von Präsident Donald Trump. Aktuelle Umfragen legen nahe, dass die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit von den Republikanern übernehmen könnten. Sollte dieser Fall eintreten, würden sich die politischen Vorhaben des Präsidenten deutlich schwieriger umsetzen lassen.

Bei den Zwischenwahlen wird alle zwei Jahre das gesamte Repräsentantenhaus mit seinen 435 Abgeordneten neu gewählt. Zudem stehen etwa ein Drittel der 100 Sitze im Senat zur Abstimmung. In diesem Jahr sind es 35 Sitze, von denen derzeit 22 von Republikanern und 13 von Demokraten gehalten werden. Hinzu kommen Sonderwahlen in Florida und Ohio, die nötig wurden, weil die Senatoren JD Vance und Marco Rubio nach Trumps Amtsantritt in die Regierung wechselten. Gemeinsam bilden Senat und Repräsentantenhaus den Kongress, die gesetzgebende Gewalt des Landes.

Die Midterms finden stets zur Halbzeit einer Präsidentschaft statt und gelten als Gradmesser für die Zufriedenheit der Wähler mit ihren Abgeordneten, Senatoren und Gouverneuren – aber auch mit dem Präsidenten. Neben den Kongresswahlen entscheiden die Wähler über zahlreiche Gouverneure, Bürgermeister und Parlamente auf Bundesstaatenebene. In diesem Jahr stehen 36 Gouverneurswahlen an. Besondere Aufmerksamkeit gilt Kalifornien, Michigan, Minnesota und Florida, wo bekannte Amtsinhaber wie Gavin Newsom, Gretchen Whitmer und Tim Walz auf eine erneute Kandidatur verzichten. Auch der republikanische Gouverneur Ron DeSantis tritt in Florida nicht mehr an.

Bei den Bürgermeisterwahlen liegt das größte Interesse auf Los Angeles, der zweitgrößten Stadt der USA. Dort treten die beiden Demokratinnen Karen Bass und Nithya Raman gegeneinander an, nachdem der Republikaner Spencer Pratt in der Vorwahl gescheitert ist. Bereits im November 2025 hatte der Demokrat Zohran Mamdani die Bürgermeisterwahl in New York für sich entschieden.

Die Ausgangslage im Kongress ist denkbar knapp. Im Repräsentantenhaus halten die Republikaner derzeit 219 Sitze, die Demokraten 214. Zwei Sitze sind nach Rücktritten unbesetzt. Im Senat verfügen die Republikaner über eine Mehrheit von 53 zu 47. Dennoch rechnen viele Experten damit, dass der andauernde Iran-Krieg und die hohen Lebensmittel- und Benzinpreise die Ergebnisse der Midterms beeinflussen werden. Eine repräsentative Umfrage des Nachrichtenportals «Politico» zeigt, dass ein Großteil der befragten US-Amerikaner davon überzeugt ist, dass sich an ihrer Wahlentscheidung kaum etwas ändern wird – selbst wenn es zu spürbaren Verbesserungen bei den Preisen und zu einem Ende des Iran-Kriegs käme. Auch das Versprechen der Regierung, jedem US-Bürger 5.000 Dollar zu zahlen, scheint daran wenig zu ändern.

In mehreren republikanischen Hochburgen könnten Demokraten laut Umfragen Sitze erobern. Im Fokus stehen Bundesstaaten wie Alaska, Iowa, Kansas, Maine, Michigan, Nebraska, New Hampshire, North Carolina und Ohio. In Texas werden dem Demokraten James Talarico Chancen eingeräumt, gegen den Republikaner und Trump-Loyalisten Ken Paxton zu gewinnen. Sollten die Demokraten tatsächlich die Mehrheit in beiden Kammern erringen, wäre das ein deutlicher Einschnitt für die politische Agenda des Präsidenten.

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Greta Kaufmann

Autor

Gesellschaftsreporterin

Greta Kaufmann berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.