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Sturmtief »Luise« legt Bahnverkehr im Westen und Südwesten lahm

Das Sturmtief »Luise« hat im Westen und Südwesten Deutschlands zu Zugausfällen und Verspätungen geführt. In Karlsruhe ruhte der Betrieb am Hauptbahnhof, in Nordrhein-Westfalen rückten die Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen aus.

Sturmtief »Luise« legt Bahnverkehr im Westen und Südwesten lahm
Herbststurm "Luise" - Sturmtief sorgt für Zugausfälle und Verspätungen bei der Bahn, zwei Schwerverletzte auf Stadtfest

Das Sturmtief »Luise« hat im Westen und Südwesten Deutschlands den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt. Am Hauptbahnhof Karlsruhe wurde der Betrieb wegen Schäden an der Oberleitung vorübergehend eingestellt. Bei Pforzheim traf ein Ast einen fahrenden Zug. Der Herbststurm zeigte damit, wie anfällig der Bahnverkehr bei starken Windböen ist.

Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen. Dort löste das Sturmtief am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag zahlreiche Feuerwehreinsätze aus. In mehreren Städten stürzten Bäume und größere Äste auf Straßen und Wege. Auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr war betroffen: Auf mehreren Strecken lagen Bäume auf den Gleisen oder in Oberleitungen, es kam in der Nacht zu Sperrungen, Verspätungen und Zugausfällen.

In Duisburg rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben rund 40-mal wegen Sturmschäden aus. Ein Baum fiel auf einen Kiosk, weitere stürzten in Stromleitungen. Eine Autofahrerin fuhr in einen umgestürzten Baum; Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. In Wuppertal zählte die Feuerwehr 54 wetterbedingte Einsätze, in Leverkusen bis Mitternacht 18. Dort mussten mehrere Straßen zeitweise vollständig gesperrt werden.

In Bottrop zählten die Einsatzkräfte von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen 23 sturmbedingte Einsätze, überwiegend wegen umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste. In Witten waren es bis zum Abend 13 Einsätze, ebenfalls überwiegend wegen umgestürzter Bäume und größerer Äste.

In Remscheid fiel ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand an einer Autobahn. Weil er in die Fahrbahn ragte und weiter auf die Autobahn zu stürzen drohte, wurde die Fahrbahn in Richtung Köln vorübergehend gesperrt. In Pulheim mussten unter anderem umgestürzte Bäume an der Bundesstraße 59 entfernt werden. In Hagen beschädigte ein umgestürzter Baum zwei geparkte Autos und das Dach eines Hauses. In Bochum wurde ein Mehrfamilienhaus von einem entwurzelten Baum getroffen.

Nach Angaben des Deutschlandfunks wurden außerdem zwei Menschen auf einem Stadtfest schwer verletzt. Ein Zusammenhang der Verletzungen mit dem Sturm wird in den vorliegenden Meldungen nicht belegt. Für das kommende Wochenende warnte die Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits vor dem heranziehenden Sturmtief »Manja«, das Orkanböen und eine Sturmflut mit sich bringen könnte. Ob und in welchem Umfang diese Prognose eintritt, war zum Zeitpunkt der Berichte noch offen.

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Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.