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Russland lässt US-Bürger Hubbard nach mehr als vier Jahren Haft frei

Wladimir Putin verkündet bei einem Treffen mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff in St. Petersburg die Freilassung des 74-jährigen Stephen James Hubbard, der für die Ukraine gekämpft hatte. Die Freilassung erfolgt auf Bitten Donald Trumps und fällt in eine Phase der Annäherung zwischen Washington und Moskau.

Russland lässt US-Bürger Hubbard nach mehr als vier Jahren Haft frei
Liveblog Ukrainekrieg: Russland lässt gefangen genommenen US-Bürger Hubbard frei

Russland hat den US-Bürger Stephen James Hubbard aus der Haft entlassen. Die Freilassung des 74-Jährigen wurde während eines Treffens zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg verkündet. Hubbard hatte sich auf ukrainischer Seite am Krieg beteiligt und war in Russland zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Nach Angaben aus Moskau soll Hubbard auf Bitten des US-Präsidenten Donald Trump freigekommen sein. Er werde mit Witkoff in die Vereinigten Staaten zurückkehren. Der US-Sondergesandte hielt sich für Gespräche mit der russischen Führung in St. Petersburg auf; im Mittelpunkt standen dabei auch Fragen des Ukraine-Kriegs. Die Freilassung fällt zeitlich mit einer Phase zusammen, in der sich das Weiße Haus und der Kreml wieder annähern.

Hubbard war nach russischen Angaben mehr als vier Jahre in Haft. Der gebürtige US-Amerikaner hatte nach Darstellung der russischen Seite für die Ukraine gekämpft und war deshalb von einem russischen Gericht verurteilt worden. Über die genauen Umstände seiner Festnahme und die Dauer der Haftstrafe machten die Quellen keine weitergehenden Angaben. Bekannt ist, dass der 74-Jährige bereits vor längerer Zeit in russische Gewalt geraten war und seine Freilassung nunmehr im Rahmen der Gespräche zwischen Moskau und Washington ausgehandelt wurde.

Die Freilassung ist Teil einer breiteren Bewegung in den amerikanisch-russischen Beziehungen. Seit dem Amtsantritt der neuen US-Regierung unter Donald Trump haben beide Seiten mehrfach Signale der Entspannung ausgesendet. Die Gespräche in St. Petersburg, bei denen Putin und Witkoff zusammentrafen, reihen sich in diese Bemühungen ein. Beobachter werten die Freilassung Hubbards als vertrauensbildende Maßnahme, die den Weg für weitere Verhandlungen über den Ukraine-Konflikt ebnen könnte.

Unabhängig von der Freilassung Hubbards setzt Russland nach eigenen Angaben weitere Personen fest. Wie aus Moskau verlautete, wurde ein Deutscher festgenommen, der ebenfalls für die Ukraine gekämpft haben soll. Damit bleibt die Frage von Kriegsgefangenen und inhaftierten ausländischen Kämpfern ein heikler Punkt in den Beziehungen zwischen Russland und westlichen Staaten. Die Bundesregierung hat sich zu dem Fall bislang nicht öffentlich geäußert.

Für die USA ist die Rückkehr Hubbards ein diplomatischer Erfolg, den die Regierung Trump als Ergebnis ihrer Gesprächsbereitschaft mit Moskau darstellen dürfte. Ob die Freilassung mit Zugeständnissen Washingtons verbunden war, ist nicht bekannt. Die russische Seite betonte lediglich, man habe einer Bitte des US-Präsidenten entsprochen. Weitere Einzelheiten zu den Bedingungen der Freilassung wurden nicht genannt.

Der Fall Hubbard ist nicht der erste Austausch dieser Art. In den vergangenen Jahren hatten Russland und die USA wiederholt Gefangene freigelassen, häufig im Rahmen komplexer Vereinbarungen, an denen mehrere Länder beteiligt waren. Die aktuelle Freilassung erfolgt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem die diplomatischen Kanäle zwischen Moskau und Washington wieder geöffnet sind und beide Seiten über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs sprechen. Hubbard selbst dürfte nach seiner Ankunft in den USA zunächst medizinisch untersucht werden; über seinen Gesundheitszustand ist nichts bekannt.

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Florian Lorenz

Autor

Sportredakteur

Florian Lorenz berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.