Mindestens sechs Tote nach Schüssen auf Trauergemeinde in jordanischer Kirche
Mehrere Angreifer haben in Karak im Süden Jordaniens das Feuer auf eine Trauergemeinde in einer griechisch-orthodoxen Kirche eröffnet. Mindestens sechs Menschen starben, die Täter sind auf der Flucht. Die Hintergründe sind unklar.
Bei einem Schusswaffenangriff auf eine Trauergemeinde in einer griechisch-orthodoxen Kirche im südjordanischen Karak sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach übereinstimmenden Medienberichten eröffneten mehrere Angreifer während einer Trauerprozession das Feuer. Die Täter konnten anschließend fliehen und sind weiterhin flüchtig.
Die Angaben zur Zahl der Opfer schwanken zunächst. Während mehrere Berichte von mindestens sechs Toten sprechen, meldete der jordanische Fernsehsender Al-Mamlaka unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden mindestens sieben Getötete und zehn Verletzte. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Petra befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs zwischen 150 und 200 Menschen im Bereich der Kirche. Der Beschuss soll etwa fünf Minuten gedauert haben.
Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Behörden machten zunächst keine verlässlichen Angaben zu den Motiven oder zur Identität der Angreifer. Auch zur Zahl der Täter gibt es unterschiedliche Darstellungen: Einige Berichte sprechen von mehreren Angreifern, andere von zwei Männern, die das Feuer eröffneten. Die Ermittlungen dauern an.
Jordanien gilt im regionalen Vergleich als vergleichsweise friedliches Land im Nahen Osten. Der Angriff auf eine christliche Gemeinde in Karak dürfte die Debatte über die Sicherheitslage und den Schutz religiöser Minderheiten in der Region neu entfachen. Die griechisch-orthodoxe Kirche ist eine der größten christlichen Gemeinschaften im Land.
Die Behörden haben bislang keine offizielle Bestätigung zu einem möglichen terroristischen Hintergrund geliefert. Auch zu einer möglichen Verhaftung der Flüchtigen gab es zunächst keine Informationen. Die Sicherheitskräfte setzten die Suche nach den Tätern fort.
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