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Kabeldiebstahl legt Bahnverkehr im Großraum Gelsenkirchen lahm

Unbekannte haben in der Nacht Bahnkabel durchtrennt und herausgerissen. Der gesamte Großraum Gelsenkirchen ist nicht befahrbar, zahlreiche Nah- und Fernverkehrsverbindungen fallen aus oder werden umgeleitet. Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlichen Kabeldiebstahls.

Kabeldiebstahl legt Bahnverkehr im Großraum Gelsenkirchen lahm
Massive Bahnstörung: Kabeldiebstahl? Bahnverkehr um Gelsenkirchen steht still

Ein mutmaßlicher Kabeldiebstahl hat den Bahnverkehr im Großraum Gelsenkirchen seit den frühen Morgenstunden vollständig zum Erliegen gebracht. Nach Angaben der Polizei Gelsenkirchen wurden entlang einer Bahnstrecke im Stadtteil Ückendorf an mehreren Stellen Kabel durchtrennt und herausgerissen. In der Folge fielen Signale und Steuerungsanlagen aus. Der gesamte Großraum rund um die Ruhrgebietsstadt ist nach Informationen des Infoportals Zuginfo.nrw derzeit nicht befahrbar.

Die Täter seien dabei sehr grob vorgegangen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Beamten wurden am frühen Morgen gegen 4.55 Uhr über die Schäden informiert. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts des Kabeldiebstahls. Wie lange die Reparaturarbeiten andauern werden, ist bislang nicht absehbar. Auch kurzfristige Änderungen im Betriebsablauf seien weiterhin möglich, heißt es auf dem Informationsportal.

Von den Störungen betroffen sind sowohl der Nah- als auch der Fernverkehr. Zahlreiche Züge fallen aus oder werden großräumig umgeleitet. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass auch Fernverkehrsverbindungen betroffen sind, darunter Strecken von Dortmund nach München, von Hamburg nach Basel sowie von Norddeutschland nach Köln. Für Reisende bedeutet das erhebliche Einschränkungen und längere Fahrzeiten.

Auf einzelnen Linien gibt es konkrete Umleitungen und Ersatzangebote. So werden die Züge des RE1 zwischen Dortmund und Düsseldorf ohne weitere Zwischenhalte über Essen umgeleitet. Die Züge des RE2 enden und beginnen in Wanne-Eickel. Auch alle anderen Züge auf dem betroffenen Streckenabschnitt enden vorzeitig oder werden großräumig umgeleitet. Für manche Strecken wurden Ersatzbusse eingerichtet, um den Ausfall zumindest teilweise aufzufangen.

Die Störung hat Auswirkungen weit über Gelsenkirchen hinaus. Das Ruhrgebiet ist ein dicht besiedelter Verkehrsknotenpunkt, in dem zahlreiche Pendler täglich auf die Bahn angewiesen sind. Wenn zentrale Streckenabschnitte ausfallen, verschieben sich auch die Fahrpläne auf umliegenden Verbindungen. Die Deutsche Bahn und die zuständigen Stellen arbeiten nach eigenen Angaben an der Behebung der Schäden, ohne einen Zeitplan zu nennen.

Kabeldiebstahl an Bahnstrecken ist kein Einzelfall. Immer wieder werden Kupferkabel entwendet, weil sich das Metall auf dem Schwarzmarkt verkaufen lässt. Für die Betreiber entstehen dadurch nicht nur finanzielle Schäden, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken, da Signale und Steuerungstechnik beeinträchtigt werden können. Die Polizei bittet in solchen Fällen regelmäßig um Hinweise aus der Bevölkerung.

Für Fahrgäste empfiehlt es sich, vor der Abfahrt die aktuellen Verbindungen zu prüfen. Wegen der unklaren Dauer der Reparatur können sich Fahrpläne und Umleitungen kurzfristig ändern. Betroffene sollten zusätzliche Zeit einplanen und alternative Routen in Betracht ziehen. Die Bahn kündigte an, über den Fortgang der Arbeiten und die Wiederaufnahme des Verkehrs zu informieren, sobald belastbare Angaben vorliegen.

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Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.