Erkältungen, Corona, Grippe: Impfungen läuten die Infektionssaison ein
Mit dem Herbst beginnt die Zeit der Atemwegsinfektionen. Experten rechnen zunächst mit Erkältungsviren, später mit Corona, Grippe und RSV. Welche Impfungen jetzt sinnvoll sind und wer sich schützen sollte.
Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeit hat in Deutschland die Saison der Atemwegsinfektionen begonnen. Fachleute beobachten eine typische Abfolge: Zunächst zirkulieren Erkältungsviren, im weiteren Verlauf folgen Corona, Grippe und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV). Die Impfung rückt damit wieder in den Mittelpunkt der Gesundheitsvorsorge.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung vor allem älteren Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Beschäftigten im Gesundheitswesen. Auch für die Grippeimpfung gelten vergleichbare Empfehlungen. Hinzu kommt der Schutz gegen RSV, der insbesondere für Säuglinge und Senioren relevant ist. Wer unsicher ist, sollte seinen Impfstatus überprüfen lassen.
Die Reihenfolge der Infektionswellen ist kein Zufall. Erkältungsviren wie Rhinoviren treten häufig zuerst auf, wenn die Temperaturen sinken und sich Menschen wieder vermehrt in Innenräumen aufhalten. Danach folgen saisonale Coronaviren und schließlich die Grippeviren, die ihren Höhepunkt oft im Winter erreichen. RSV tritt parallel zur Grippewelle auf und kann besonders für kleine Kinder und ältere Menschen gefährlich werden.
Experten betonen, dass die Impfungen nicht nur den Einzelnen schützen, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten. Eine hohe Impfquote verringert die Zahl schwerer Verläufe und Krankenhausaufenthalte. Gerade in Jahren mit starker Grippewelle und gleichzeitiger Corona-Zirkulation kann das entscheidend sein.
Neben der Impfung bleiben die bekannten Hygienemaßnahmen wichtig: regelmäßiges Händewaschen, Abstandhalten und das Tragen einer Maske in vollen Innenräumen. Auch Lüften reduziert die Ansteckungsgefahr. Wer Symptome zeigt, sollte sich testen lassen und den Kontakt zu Risikogruppen meiden.
Die aktuelle Lage wird von den Gesundheitsbehörden genau beobachtet. Noch sind die Fallzahlen niedrig, doch mit steigender Tendenz ist zu rechnen. Die Impfzentren und Arztpraxen bereiten sich auf eine erhöhte Nachfrage vor. Impfwillige können sich bei ihrem Hausarzt oder in Apotheken beraten lassen.
Für die kommenden Monate raten Experten dazu, den eigenen Impfstatus rechtzeitig zu prüfen und fehlende Auffrischungen nachzuholen. Das gilt besonders für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere und chronisch Kranke. Auch wer beruflich viel Kontakt zu anderen hat, sollte seinen Schutz überdenken.
Die Impfung gegen Corona und Grippe kann gleichzeitig verabreicht werden. Studien zeigen, dass dies sicher ist und die Wirksamkeit nicht beeinträchtigt. Wer beide Impfungen benötigt, kann sie in einer Sitzung erhalten. Das erleichtert die Vorsorge und erhöht die Akzeptanz.
Insgesamt steht Deutschland vor einer weiteren Infektionssaison, die jedoch durch rechtzeitige Impfungen und Vorsichtsmaßnahmen abgemildert werden kann. Die Behörden appellieren an die Eigenverantwortung der Bürger. Wer sich schützt, schützt auch andere.
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