Brand im Berggasthof Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden
Im Kehlsteinhaus am Obersalzberg ist ein Großbrand ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen hielt sich niemand im Gebäude auf, die Löscharbeiten laufen.
Im Kehlsteinhaus am Obersalzberg bei Berchtesgaden ist ein Großbrand ausgebrochen. Die Flammen erfassten die Berggaststätte in einer Höhe von 1834 Metern. Nach ersten Erkenntnissen befand sich zum Zeitpunkt des Feuers niemand in dem Gebäude, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte.
Um 21.52 Uhr trafen nach Angaben der Polizei die ersten Rettungskräfte am Gebäude ein und stellten einen Großbrand fest. Die Löscharbeiten liefen zum Zeitpunkt der Meldung auf Hochtouren. Von Verletzten werde derzeit nicht ausgegangen. Zur Brandursache könne noch keine Aussage getroffen werden, hieß es von den Behörden.
Das Kehlsteinhaus steht auf 1834 Metern Höhe und ist seit 1952 als Berggaststätte in Betrieb. Errichtet wurde es 1938 im damaligen Sperrgebiet der nationalsozialistischen Führung am Obersalzberg. Das Areal war abgeriegelt und für die Öffentlichkeit gesperrt, es diente als Wohn- und Regierungsbereich der NS-Führung. Heute widmet sich im Haus eine Ausstellung der Geschichte des Gebäudes, die damit auch von dem Brand betroffen sein dürfte.
Der Obersalzberg war einst ein zentrales Areal des NS-Regierungszentrums, in dem sich Wohnsitze und Einrichtungen der Führung befanden. Dass das Feuer nun ein Gebäude aus dieser Zeit erfasst hat, verleiht dem Vorfall besondere Aufmerksamkeit in einer Region, die sich intensiv mit ihrer belasteten Vergangenheit auseinandersetzt.
Im Zusammenhang mit dem Brand wurde nach Angaben der Polizei eine Festnahme gemeldet. Weitere Einzelheiten zu dieser Festnahme lagen zunächst nicht vor. Ob ein Zusammenhang zwischen der Festnahme und der Brandursache besteht, ist bislang nicht bestätigt.
Ob und in welchem Umfang das Gebäude durch das Feuer beschädigt wurde, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch offen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Weitere Informationen dürften die Behörden im Verlauf der Löscharbeiten und der anschließenden Untersuchung veröffentlichen. Für Besucher und die Betreiber der Berggaststätte dürfte der Vorfall vorerst erhebliche Folgen haben, auch wenn dazu bislang keine Angaben vorliegen.
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