20 Verletzte nach Auffahrunfall auf A3 bei Wörth
Ein 35-Jähriger fuhr am Stauende in zwei Fahrzeuge. 19 Menschen wurden leicht, eine 28-jährige Frau schwer verletzt; ein Reisebus aus Baden-Württemberg war beteiligt.
Bei einem schweren Auffahrunfall auf der A3 bei Wörth an der Donau sind am Sonntag 20 Menschen verletzt worden. Nach den am Montag präzisierten Angaben der Verkehrspolizei erlitten 19 Menschen leichte Verletzungen. Eine 28-jährige Frau wurde schwer verletzt und befand sich am 7. September weiterhin im Krankenhaus.
Der Unfall ereignete sich am 6. September gegen 12 Uhr im Landkreis Regensburg. Ein 35 Jahre alter Autofahrer war auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Passau unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Wörth an der Donau/Wiesent und Wörth an der Donau-Ost hatte sich der Verkehr gestaut. Auf dem rechten Fahrstreifen stand am Stauende ein Reisebus, auf der linken Spur befand sich das Auto einer 59-jährigen Frau.
Nach Darstellung der Verkehrspolizei bemerkte der 35-Jährige den stockenden Verkehr nicht rechtzeitig. Sein Wagen prallte zunächst auf das Heck des Autos der 59-Jährigen und touchierte anschließend die linke Seite des Reisebusses. Durch die Wucht des Zusammenstoßes kamen auch das Auto der 59-Jährigen und der Bus miteinander in Kontakt. Der Wagen des 35-Jährigen drehte sich anschließend und prallte mit der Front gegen die Mittelschutzplanke.
Besonders viele Verletzte gab es im Reisebus. Das Fahrzeug war in Baden-Württemberg zugelassen und mit 41 Menschen besetzt, darunter nach Polizeiangaben auch ältere Reisende. 15 Businsassen wurden leicht verletzt. In dem Wagen des 35-Jährigen saßen insgesamt sechs Personen. Vier von ihnen erlitten leichte Verletzungen, die 28-jährige Frau wurde schwer verletzt. Aus dem Auto der 59-Jährigen wurden keine Verletzten gemeldet.
Die Einstufung der Verletzungen änderte sich nach dem ersten Überblick am Unfalltag. Am Sonntagnachmittag hatte ein Polizeisprecher zunächst von 20 Leichtverletzten gesprochen. Am Montag teilte die Polizei mit, dass eine Frau schwer verletzt worden war und weiter behandelt werden musste. Die Gesamtzahl der Betroffenen blieb bei 20.
Der Unfall löste einen großen Rettungseinsatz aus. Nach Angaben der Verkehrspolizei waren 36 Fahrzeuge des Bayerischen Roten Kreuzes und zwei Hubschrauber vor Ort. Außerdem rückten die Autobahnmeisterei Kirchroth und die Freiwilligen Feuerwehren aus Wörth an der Donau, Wiesent und Pfatter aus. Mehrere Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg sicherten die Unfallstelle und nahmen den Hergang auf.
Für den Verkehr hatte der Zusammenstoß erhebliche Folgen. Die A3 musste zunächst etwa eineinhalb Stunden vollständig gesperrt werden. Danach blieb die Strecke noch rund eine Stunde teilweise gesperrt. Um 14.25 Uhr waren die Reinigungsarbeiten nach Polizeiangaben abgeschlossen und die Fahrbahn wieder vollständig frei. Der Sachschaden wurde zunächst auf rund 50.000 Euro geschätzt.
Die Unfallstelle liegt auf einem stark genutzten Abschnitt der A3 östlich von Regensburg. Der Zusammenstoß zeigt, wie schnell sich ein Stauende zu einer Kettenkollision entwickeln kann, wenn Fahrzeuge auf benachbarten Spuren betroffen werden. In diesem Fall waren innerhalb weniger Sekunden zwei Autos, ein Reisebus und schließlich auch die Mittelschutzplanke in den Unfallablauf einbezogen.
Für die 15 verletzten Busreisenden blieb es nach bisherigem Stand bei leichten Verletzungen. Im Mittelpunkt der medizinischen Versorgung steht weiterhin die 28-Jährige aus dem auffahrenden Auto. Weitere Angaben zu ihrem Gesundheitszustand lagen in den am Montag veröffentlichten Informationen nicht vor.
