Teleskop-Astscheren im Praxistest: Fiskars SmartFit L68 schneidet am besten ab
Fünf teleskopierbare Astscheren wurden auf Schneidleistung, Handling und Gewicht geprüft. Der Testsieger von Fiskars überzeugt bei frischem Holz, während Gardena und Grüntek für leichtere oder kraftvollere Einsätze empfohlen werden.
Zum Start der Gartensaison steht bei vielen Hobbygärtnern der Rückschnitt von Hecken, Sträuchern und Bäumen an. Da herkömmliche Gartenscheren für mehrere Zentimeter dicke Äste nicht genug Kraft aufbringen, greifen viele zur Astschere. Teleskopierbare Modelle lassen sich in der Länge verstellen und erreichen dadurch auch höher gelegene oder schwer zugängliche Äste. Zudem bieten sie eine größere Hebelwirkung beim Schneiden. Fünf solcher Astscheren renommierter Hersteller wurden nun in einem Praxistest geprüft.
Getestet wurden die Fiskars SmartFit L68 Teleskop Bypass-Astschere, die Gardena Astschere TeleCut Pro S, die Grüntek XT Teleskop Amboss-Astschere TX 27/40, die WOLF-Garten Amboss-Astschere Power Cut RS 900 T und die Airaj Teleskop Bypass-Astschere. Die Modelle mussten junge und alte, frische und getrocknete Triebe durchtrennen. In die Bewertung flossen neben dem Schneidergebnis auch das Handling und das Gewicht der Geräte ein.
Als Testsieger ging die Fiskars SmartFit L68 hervor. Mit 1400 Gramm liegt sie gut in der Hand, lässt sich schnell und einfach verlängern und schneidet Äste mit einem Durchmesser von maximal fünf Zentimetern sauber durch. Sie ist zwar nicht das günstigste Modell der Testserie, wird aber als robustes, sicheres und stabiles Gerät beschrieben, das den Rückschnitt im Frühjahr und Herbst erleichtert. Die Teleskopverlängerung reicht von 66 bis 90 Zentimetern, als Material dient Edelstahl.
Für alle, die weniger Kraft in den Armen aufbringen möchten, ist die Gardena Astschere TeleCut Pro S eine Alternative. Mit 1020 Gramm ist sie deutlich leichter, allerdings auch etwas kürzer – selbst auf der höchsten Stufe. Sie eignet sich für frische Äste und schneidet bis zu vier Zentimeter dicke Zweige ohne großen Kraftaufwand. Wer mehr Muskelkraft besitzt, schafft mit ihr auch bis zu fünf Zentimeter dickes Gehölz. Die Länge lässt sich zwischen 52 und 67 Zentimetern einstellen. Der Preis wird als angemessen beschrieben, zumal Gardena für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit stehe.
Wer auf Masse setzt, für den ist die teleskopierbare Amboss-Astschere TX 27/40 von Grüntek interessant. Sie ist mit 101,5 Zentimetern Länge und 1680 Gramm Gewicht ein wahres Kraftpaket. Frisches Grün und trockenes Holz mit einem Gesamtdurchmesser von maximal 5,2 Zentimetern sind für sie ein Kinderspiel. Allerdings erfordert der längere Einsatz entsprechende Muskelkraft. Die Teleskopverlängerung reicht von 68,5 bis 101,5 Zentimetern, der Preis liegt bei 44,98 Euro.
Die WOLF-Garten Amboss-Astschere Power Cut RS 900 T ist mit 1730 Gramm noch schwerer und für abgestorbenes sowie hartes Holz gedacht. Sie schneidet Äste bis zu fünf Zentimetern Durchmesser und lässt sich von 65 auf 90 Zentimeter ausziehen. Die Airaj Teleskop Bypass-Astschere ist mit 900 Gramm das leichteste Modell im Test, erreicht aber nur eine Schnittstärke von maximal drei Zentimetern und eignet sich für trockene und nasse Äste. Ihre Länge variiert zwischen 42 und 61 Zentimetern.
Neben den getesteten Modellen fielen während der Recherche weitere Teleskop-Astscheren auf, die jedoch nicht in den Praxistest einbezogen wurden. Dazu zählen die Spear & Jackson 8290RS Teleskop Amboss-Astschere, die Gartol Hochleistungs-Amboss-Gartenschere, die Jivesnip Loppers Teleskop-Astschere, die Siwitec Teleskop Bypass-Astschere und die Gardenwork Teleskop Bypass-Astschere. Sie unterscheiden sich in Gewicht, Schnittstärke und Preis deutlich.
Die Wahl der richtigen Teleskop-Astschere hängt vor allem vom vorgesehenen Einsatzgebiet ab. Für frische Äste und Hecken eignen sich Bypass-Modelle, während Amboss-Scheren eher für trockenes und hartes Holz geeignet sind. Auch das Gewicht spielt eine Rolle: Leichtere Modelle sind für längeres Arbeiten angenehmer, schwerere Geräte bieten mehr Kraft beim Schnitt. Der Test zeigt, dass teurere Markenprodukte nicht zwingend notwendig sind, aber bei Verarbeitung und Langlebigkeit Vorteile bieten können.
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