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Steinmeier fordert Überdenken unserer Lebensweisen beim Deutschen Umweltpreis

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises einen grundlegenden Wandel unserer Lebensweisen angemahnt. Ausgezeichnet wurden eine Klima-Anwältin und ein Ingenieur der Abwasserreinigung.

Steinmeier fordert Überdenken unserer Lebensweisen beim Deutschen Umweltpreis
Deutscher Umweltpreis: Steinmeier: Müssen Lebensweisen überdenken

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises dafür plädiert, die eigenen Lebensweisen zu überdenken. Die Umwelt- und Klimakrise verlange von Gesellschaft und Einzelnen Veränderungen, die über rein technische Lösungen hinausgehen, so der Bundespräsident.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr eine Klima-Anwältin sowie ein Ingenieur, den die Auszeichnung als eine Art Daniel Düsentrieb der Abwasserreinigung würdigt. Beide stehen für unterschiedliche Wege, Umweltbelastungen zu verringern: die rechtliche Durchsetzung von Klimaschutz auf der einen, technische Innovation bei der Reinigung von Abwasser auf der anderen Seite. Der Deutsche Umweltpreis würdigt seit Jahren Projekte und Menschen, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzen.

Richtige Feierlaune wollte bei der Preisverleihung trotz der Ehrungen nicht aufkommen. Die Klima-Anwältin machte deutlich, dass die Lage ernst sei: „Wir begeben uns in immense Gefahr.“ Der Satz verdeutlichte, wie dringlich aus Sicht der Ausgezeichneten das Handeln bleibt und dass Auszeichnungen allein die Probleme nicht lösen.

Steinmeier nahm diese Sorge auf und verband sie mit einem Appell an die Gesellschaft. Ein Wandel hin zu nachhaltigeren Lebensweisen betreffe Konsum, Mobilität und den alltäglichen Umgang mit natürlichen Ressourcen, also Bereiche, in denen jeder Einzelne Verantwortung trägt. Die Preisverleihung soll sichtbar machen, dass solche Veränderungen bereits in konkreten Projekten und im Engagement einzelner Menschen Gestalt annehmen.

Die Verleihung zeigt damit zweierlei: Politische Spitzenvertreter suchen den Schulterschluss mit denen, die den Wandel praktisch vorantreiben, und die Ausgezeichneten selbst rufen zu mehr Entschlossenheit auf. Der Umweltpreis dient so nicht nur der Anerkennung, sondern auch als öffentliches Signal, dass die Debatte um Klimaschutz und Ressourcenschonung über bloße Absichtserklärungen hinausgehen muss.

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Henrik Falkenberg

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Redakteur vom Dienst

Henrik Falkenberg berichtet für Güldendorf über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.